Mario Tennis: Ultra Smash Vorschau

Videospiele und Sport gehören heutzutage so sehr zusammen wie Mettwurst aufs Brötchen. Und da auch dickbäuchigen Italienern die ein oder andere intensive Trainingseinheit nicht schaden kann, lädt Nintendo Mario und das restliche Pilzkönigreich regelmäßig zu Golf- und natürlich auch Tennis-Turnieren ein. Mit Mario Tennis: Ultra Smash für die Wii U steht nun der erste HD-Ableger in den Startlöchern. Wir durften uns in der E3-Demo ein wenig auf dem virtuellen Tennisplatz austoben.

Spiel, Satz und Sieg?
Für die Wii U-Umsetzung holte sich Nintendo wieder einmal Unterstützung vom Sportspiel-Experten und Golden Sun-Schöpfer Camelot Software, welcher schon seit dem ersten Mario Tennis auf dem GameBoy Color für die Entwicklung der Reihe verantwortlich ist. Und das merkt man Mario Tennis: Ultra Smash als Serien-Kenner auch gleich beim ersten Spielen an, denn das grundlegende Gameplay wurde wieder einmal nahezu unverändert übernommen. In der von uns anspielbaren E3-Demo standen die zwei altbekannten Standard-Modi Einzel und Doppel zur Verfügung. Im Einzel tretet ihr alleine gegen einen Mitspieler an und versucht Bälle ins gegnerische Aus zu befördern, um am Ende die Mehrheit der Sätze für euch zu gewinnen. Dazu müsst ihr mindestens fünf Aufschläge für euch gewinnen, bei denen ihr aber auch noch einmal mindestens zwei Aufschläge Vorsprung zu eurem Gegner benötigt. Im Doppel-Modus wird jede Seite zusätzlich von einem weiteren Mitspieler unterstützt, sodass noch mehr Taktik beim Ballwechsel gefragt ist.

Schnelle Reaktionen sind Pflicht für ein siegreiches Tennis-Match.

Schnelle Reaktionen sind Pflicht für ein siegreiches Tennis-Match.

Wie im echten Tennis lassen sich mit Mario und co. verschiedene Arten von Schlägen ausführen. Mit der A-Taste vollführt euer Charakter einen schnellen Topspin, während ein Druck auf die B-Taste einen sehr kurvenreichen Slice-Schlag bewirkt. Durch zweimaliges Betätigen einer Taste wird euer Schlag zudem noch mächtiger. Auch besonders hohe Bälle oder nur mühsam haltbare Schmetterbälle beherrscht die Klempnerbande.

Aber ein Mario-Spiel wäre kein Mario-Spiel, würde es sich schlicht an das reale Vorbild halten. Abseits von den klassischen Tennis-Regeln beinhaltet das Gameplay selbstverständlich auch den typischen Nintendo-Bonus. Bevor ein Ball auf eurer Seite aufprallt, erscheinen in manchen Fällen besondere Kreise mit bekannten Mario-Symbolen auf dem Spielfeld. Gelingt es euch den Ball innerhalb dieses Kreises mit dem richtigen Schlag zurück zu werfen, dürft ihr euch über noch stärkere Bälle freuen, an denen euer Gegner mächtig zu knabbern haben sollte. Und dann gäbe es da selbstverständlich noch den titelgebenden Ultra Smash, welcher übrigens nichts mit dem gleichnamigen Superangriff in den Super Smash Bros.-Spielen zu tun hat. Zufällig wird vom – eigentlich unparteiischen – Schiedsrichter Toad ein Maxi-Pilz auf eine Seite des Spielfelds geworfen und lässt seinen Anwender für einen gewissen Zeitraum zum Riesen werden. Dadurch gewinnt ihr nicht nur an Schlagkraft, auch euer Trefferradius erweitert sich. Wirklich innovativ ist dieses Feature allerdings nicht. Eine revolutionäre Neuerung mit Alleinstellungsmerkmal lässt Mario Tennis: Ultra Smash bisher also noch gänzlich vermissen.

Mit dem Mega-Pilz verschafft ihr euch einen entscheidenden Vorteil.

Mit dem Mega-Pilz verschafft ihr euch einen entscheidenden Vorteil.

Technisch macht das Spiel einen recht mäßigen Eindruck. Zwar bekam der Titel wieder einmal eine knallbunte Mario-Optik spendiert, aber auch hier legte Nintendo in anderen Titeln die Messlatte schon vor Jahren deutlich höher. Bei den spielbegleitenden Melodien werden vermutlich ebenso keine großen Experimente gemacht, was sich anhand der wenigen in der E3-Demo hörbaren Stücke zumindest erahnen lässt.

Fazit
Die kurze Anspieldemo von Mario Tennis: Ultra Smash zeigt, dass es Camelot nicht verlernt hat, das gewohnt gute Mario Tennis-Gameplay auf Nintendos neuen Konsolen umzusetzen. Die Betonung liegt hierbei jedoch mehr auf „gewohnt“ als auf „gut“, denn die spielbare Version bot nichts, was man nicht schon einmal gesehen hätte. Ob ein Online-Modus in Planung ist, konnte man mir nicht sagen, da aber bereits der letzte Handheld-Ableger einen solchen spendiert bekam, wäre es mehr als ein Ärgernis, sollte man an dieser Ecke wirklich sparen. Genauso ungewiss ist die Nutzung des Wii U-GamePads, denn man ließ mich nur mit dem Wii U Pro Controller spielen. Wir hoffen, dass Nintendo in den nächsten Monaten mehr Details zum Spiel verrät. Bis dahin verbleiben ich mit einer eher durchwachsenen Meinung zum ersten HD-Mario Tennis.
Verfasst von
Zu einem guten Plattformer sagt Karim selten nein, aber auch epische Rollenspiele fesseln ihn vor den Bildschirm. Im öffentlichen Nahverkehr vergnügt er sich auch gerne mit kurzweiligen Puzzlern – Mobile-Gaming auf dem Nintendo 3DS ist seine absolute Leidenschaft. Zuhause angekommen, kümmert sich Karim um Datenbankpflege oder versorgt euch mit aktuellen News und Anspielberichten.

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