Super Mario Party – Vorschau

Jährliche Updates von Spielen mit marginalen Änderungen sind eigentlich ein Steckenpferd des Sportspiel-Genres, doch über zwei Generationen hinweg hat Nintendo genau diesen Ansatz mit der Partyspielreihe Mario Party verfolgt. Seither ist es etwas ruhiger um die Reihe geworden, zumal nach dem Entwicklerwechsel zu NdCube auch das Kern-Gameplay einen Schwenk hin zum (reineren) Glücksspiel gemacht hat, der nicht alle Spiele begeistern konnte. Auf Nintendo Switch versucht NdCube nun, wieder an die alte Erfolgsformel anzuknüpfen und verwirft die Idee des gemeinsamen Wagens, mit dem sich alle Spieler über das Spielfeld bewegen. Auf der Gamescom konnten wir uns einen ersten Eindruck davon verschaffen, ob die Rückbesinnung auf alte Tugenden ein Erfolg zu werden verspricht.

Auf der Messe konnten wir einen ersten Einblick in einen speziellen Minispielmodus gewinnen, in dem man mit bis zu vier Spielern eine Reihe von Minispielen – in der Demo fünf an der Zahl – spielt. Abhängig von der individuellen Leistung in den einzelnen Minispielen erhält jeder Spieler Punkte und am Ende des fünften Minispiels werden die besten drei Spieler gemäß ihrer Platzierung geehrt. Gespielt wird das Spiel nur mit einem einzelnen Joycon-Controller, der wie ein NES-Controller gehalten wird.

Die gezeigten Minispiele boten eine Kombination aus bewegungsbasierten Spielen und solchen, die den Analogstick verwendet haben. Interessanterweise gab es hierbei auch eine Neuauflage des Fahrradfahrens. Anders als auf dem Nintendo 64, wo dieses Minispiel für unzählige offene Handflächen gesorgt hat, wird aber nicht mehr durch schnelles Drehen des Analogsticks in die Pedale getreten. Stattdessen muss man das Joycon in einer flüssigen Bewegung wie ein Ruder rotieren. In einem weiteren Bewegungsspiel rennen die vier Charaktere um die Wette auf einem linearen Parcours, wobei man den Charakter durch Neigung nach vorne beschleunigt und durch Neigung nach links und rechts in die jeweilige Richtung steuert. Etwas mehr Feingefühl ist erforderlich beim Anbraten von Fleisch, das man durch eine gefühlvolle Bewegung aus dem Handgelenk auf alle sechs Seiten rotieren und durchbraten muss.

Der Analogstick hingegen kommt zum Beispiel bei einem Minispiel zum Einsatz, bei dem man vor bösen Geistern flieht, die versuchen, den Spieler zu schnappen. Dabei wählt man immer wieder zwischen einem oberen und einem unteren Weg, wobei jeweils (zufällig) einer der beiden Wege Hindernisse enthält, um die man herumnavigieren muss und der andere ein hindernisfreier Korridor ist. Schließlich haben wir ein weiteres Minispiel anspielen können, in dem man, wiederum mit dem Analogstick, auf einem gerasterten Spielfeld anrasenden Chucks ausweichen muss.

Den Partymodus selbst haben wir nicht anspielen können, der gerade beschriebene Minispielmodus soll es aber auch ins finale Spiel schaffen und dort mit einem Online-Mehrspielermodus daherkommen.

Fazit
Die gezeigten Minispiele waren mechanisch solide, aber auch nichts wirklich Besonderes. Fraglich bleibt vor allem, wie es um die Varianz der Minispiele steht, denn bereits in dieser kleinen Auswahl ähnelten sich drei Minispiele konzeptuell recht stark.
Verfasst von
Sebastian hat eine ausgeprägte Vorliebe für Jump & Runs, zählt aber auch Action-Adventures und Arcade-Spiele zu seinen Lieblings-Genres. Hauptaugenmerk liegt bei ihm meistens auf der Spielmechanik, eine gut geschriebene Geschichte lässt ihn aber auch schwach werden. Lieblingsspiele: Yoshi’s Island, Super Mario Galaxy 2, Sonic Generations und Zelda: Skyward Sword.

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